Es gilt stets der Grundsatz: „Wer begeistert ist, empfiehlt weiter“. Diese Aussage ist mit Sicherheit keine Neuigkeit. Jedoch bekommt sie durch Social Media eine andere Dimension. Vor allem die Geschwindigkeit und Transparenz der Informationsverbreitung werden deutlich gesteigert. Am Beispiel „Twitter“ lässt sich dieser Prozess eindrucksvoll darstellen:
Ein Produkt wird via Twitter empfohlen und erreicht 100 andere User, vielleicht auch 1000. Einige dieser User geben die Empfehlung weiter und erreichen erneut hunderte oder tausende – und das innerhalb weniger Minuten.
Der virale Effekt geht noch weiter… Produktinteressierte besuchen die Website und berichten wiederum selbst in ihren Social Networks über ihre eigenen Eindrücke. Dadurch lässt sich sehr schnell eine hohe Reichweite in der relevanten Zielgruppe aufbauen.

Im Folgenden werden die wichtigsten Grundlagen einer Social Media Strategie für Unternehmen aufgezeigt.

1. Die Eintauchphase
Jeder, egal ob geschäftlich oder privat, muss erst einmal eingetaucht sein in die Welt des Social Media, um dessen Relevanz, Chancen und Risiken spüren zu können.

2. Die relevante Zielgruppe
Zu Beginn der Strategie muss unbedingt die Zielgruppe(n) mit der größten Relevanz zum Erreichen der festgelegten Geschäftsziele bestimmt werden. Folgende Punkte sollten dabei nicht außer Acht gelassen werden:
a) Zielgruppenbeteiligung an sozialen Netzwerken?
b) Wie groß ist der Anteil der Blogger
c) Wie groß ist der Anteil der Beobachter und Kommentatoren
Befinden sich in der Zielgruppe überwiegend Kommentatoren braucht man in seiner Strategie beispielsweise nicht zum aktiven Einstellen von Beiträgen im Rahmen eines Gewinnspiels oder Wettbewerbs aufrufen.

3. Definition der Ziele
Entscheidend für den Erfolg der Ziele, die ein Unternehmen erreichen will, ist deren genaue Festlegung und Definition. Beispiele für angestrebte Social Media Ziele und Taktiken sind:
a) Zuhören, was über die Marke gesprochen wird
b) Am Dialog teilnehmen und eigene kreative Impulse geben, um Einfluss zu nehmen
c) „Empfehler“ als glaubwürdige Markenbotschafter einzusetzen
d) Einbindung der „Mitmacher“ im Web in die Entwicklung neuer Services

4. Hindernisse, die dabei überwunden werden müssen:
a) Die Planung des Engagements der „Mitmacher“ besitzt eine langfristige Facette
b) Investitionen belasten das laufende Geschäftsjahr
c) Es könnte erst der Nachfolger der derzeitigen Social Media Verantwortlichen profitieren und die Früchte ernten
d) Interne und externe Kapazitäten müssen geschaffen werden

5. Fazit und Prognose
Unternehmen sollten das Thema Social Media am besten jetzt angehen und zwar analytisch, strategisch und überlegt. Es wird sich in Zukunft nicht die Frage stellen „ob oder ob nicht Social Media“ sondern „wie geht man die eigene Social Media Strategie an“.