Social Media ist jetzt ja schon in unserem Leben angekommen. Nicht nur, dass wir uns auf Facebook, Twitter, Flickr, Google+ Instagram täglich tummeln, dort sehen wir auch was unsere Freunde und Bekannte gerade Toll und IN finden. Sowas nennt man Empfehlungsmarketing. Diese Art von Marketing ist wohl das stärkste Zugpferd in der Welt des Marketing – Online oder Offline. Den es ist viel Einfacher eine Zielgruppe zu was zu bewegen, wenn man die Unterstützung der Freunde hat als wenn man Einzelpersonen alleine überzeugen muss.

So gibt es ja viele Plattformen im Internet, bei dem wir Empfehlungen von Anderen anschauen können. So werden uns Tophotels empfehlen, Wo es die beste Pizzaria gibt oder den Besten Goldschmied. Auch Plattformen über den besten Coiffure, Anwalt oder Arzt im Land gibt es im Internet. Auch wenn ein Blog oder eine Webseite über jemand was schreibt, findet man ziemlich schnell Positive oder Negative Kommentare darunter.

Diese Empfehlungen beeinflussen unser Verhalten. Aber leider sind nicht all diese Empfehlungen ehrlich gemacht. Seit etwa 2010 beobachten wir, wie immer mehr gekaufte Meinungen verbreitet werden.

Nun ist in der Schweiz so ein Fall aufgeflogen. Es geht hier nicht um eine gekaufte Meinung in einem Hotelbewertungsportal sondern für, resp. gegen eine politische Initiative.

Wie verschiedene Medien beschrieben haben, wurden gezielt auf Studentenwebseiten Studenten gesucht und eingestellt:

Gekaufte Meinungen - Inserat

Dort haben sich dann die Studenten anwerben lassen und sie hatten dann folgende Aufgabe. Sie mussten sich verschiedene Fake E-Mail Adressen zu erstellen (eine Fake EMail Adresse auch Wegwerf Email Adresse genannt). Basierend auf Existierende Personen – Kontrolliert durchs Telefonbuch. Und dann mussten unter diesem Namen auf verschiedenen Plattformen Kommentare hinterlassen werden.

Gekaufte Meinungen - Aufgabenpapier

Das Ganze ist überhaupt nicht illegal und verstösst gegen Kein Gesetz. Was ich aber bedenklich finde ist, dass hier Kommentare gesetzt werden die mit einem Name unterschrieben wird, den es wirklich gibt. Ich wäre gar nicht erfreut, wenn ich auf einmal Kommentare unter meinem Name finden würde, die ich aber nicht geschrieben habe.
Ich habe mal ein kurzen Test gemacht – Unter dem Name Thomas Müller gibt es in St. Gallen 6 Leute die so heissen, in Zürich gibts 32 und in Bern 15. Das ist nur ein Beispiel. Je seltener ein Name ist umso einfacher ist dafür dann die Identifizierung.

Mit dieser Art von Kommentare wertet man nicht nur die richtigen Kommentare ab sondern schädigt auch das ganze Weiterempfehlungssystem. Sondern wenn man auch existierende Namen nimmt, kann man auch schaden anrichten bei unbeteiligte Personen.

Aus diesem Grund ist es sehr wichtig, immer alle Kommentare zu einem Thema zu lesen. Man merkt sehr schnell ist ein Kommentar echt gemeint oder wurde er vordiktiert. Eine ehrliche persönliche Meinung ist viel besser geschrieben als eine gekaufte.